16/02 2007:
Märzellerling, Märzschneckling, Schneepilz - Hygrophorus marzuolus (Fr.) Rick.




Typisch für den Märzellerling ist sein Erscheinen unmittelbar nach der Schneeschmelze, also im Februar, März. In milden Wintern kann er jedoch durchaus schon im Dezember und Januar Fruchtkörper bilden.
Wie zum Beispiel 2007 als die ersten Exemplare um den 8. Januar gefunden wurden.

Obwohl zu dieser Jahreszeit kaum andere Grosspilze anzutreffen sind, ist der Märzellerling alles andere als leicht aufzufinden.
Die "Ellerlingsjagt" ist etwas für Eingeweihte und gleicht zuweilen der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Sie erfordert genaue Standortkenntnis und Geduld, da die begehrten Pilze für gewöhnlich ganz unter Moospolstern und Laubhaufen versteckt sind und falls überhaupt, dann oft erst bei vollständiger Reife zu Tage treten.

Beschreibung:


Hut: 50 - 100 mm (200), halbkugelig, alt ausgebreitet oft wellig verbogen. Rand scharf, lange eingerollt. Oberfläche, feucht schmierig, trocken feinfilzig, anfangs weiss später schiefergrau bis anthrazitschwarz.

 

Lamellen: Wachsartig dick, anastomisierend, jung weiss, im Alter grau-blau schimmernd. Lamellentrama spontan Austülpungen an die Hutoberfläche bildend.

 

Stiel: 1 - 4 cm dick und bis 10 cm (15) lang, weiss, bisweilen auf ganzer Länge grau, mit feinem weissen Reif überzogen, der im Alter gegen die Spitze in Schuppen übergeht. Jung vollfleischig, alt hohl.

 

Fleisch: weiss, unter der Huthaut und stellenweise im Stiel grauschwarz. Geruch angenehm mit deutlicher Honignote. Geschmack mild.

Vorkommen:

Der Pilz ist in Europa nur lückenhaft vertreten und hat seine Hauptverbreitung in den Alpen und deren Vorgebirgen zwischen 200 bis 2000 müM.
Er gilt allgemein als rückläufig. Jüngere Funde in Deutschland belegen eine Ausbreitung bis in den Harz, was den Schluss nahe legt, dass er wohl häufig übersehen bleibt.
Auch aus der Region Basel sind einige Fundorte bekannt.
Als Mykorrhizapilz bevorzug er Weisstanne, Fichte und Buchen.

Speisewert:

Der Pilz is essbar und gilt unter Kennern als absolute Delikatesse.

Zubereitung






Aktualisiert:  18.Jan.2012